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"Wir sind gekommen, um an einer bereits beschlossenen Sache zu arbeiten" - Treffen des Präsidenten der Ukraine mit den Exarchen des Ökumenischen Patriarchats in der Ukraine am 17. September 2018

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Präsident Petro Poroschenko hat die Exarchen des Ökumenischen Patriarchats in der Ukraine, Bischof Ilarion von der West-Eparchie der Ukrainischen Orthodoxen Kirche in Kanada sowie Erzbischof Daniel von Pamphilon und der West-Eparchie der Ukrainischen Orthodoxen Kirche in den USA, empfangen.

Das Staatsoberhaupt betonte, dass der Beginn der Mission der Exarchen des Ökumenischen Patriarchats in der Ukraine, von Erzbischof Daniel und Bischof Ilarion, ein äußerst wichtiges Ereignis für alle Orthodoxen in der Ukraine sei. "Es ist auch äußerst wichtig, dass ich Sie in ukrainischer Sprache ansprechen kann. Das ist eine sehr große Freude und zeigt, dass die Ukraine eine große Rolle in Ihren Herzen spielt", fügte der Präsident hinzu.

"Ich bin Seiner Allheiligkeit, dem Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios, sehr dankbar für den Mut und die Weisheit, die im Zusammenhang mit Ihrer Ernennung an den Tag gelegt wurden", sagte der Präsident.

"Wir wissen, dass die Ukrainer seit hunderten von Jahren dafür gebetet haben, eine Ukrainische Orthodoxe Landeskirche zu haben. Die Blicke der Ukrainer waren auf die Mutterkirche, nach Konstantinopel gerichtet. Es ist schön, dass der Herrgott unsere Gebete erhört hat", sagte Petro Poroschenko.
Der Präsident betonte, dass in den letzten drei Jahren ein langer Weg zurückgelegt worden sei: "Und im Rahmen dieses Weges können wir jetzt sagen, dass wir auf der Zielgeraden sind. Das ist eine äußerst erfreuliche Nachricht."

Das Staatsoberhaupt erinnerte an die Feierlichkeiten anlässlich des 1030. Jahrestages der Taufe der Kiewer Rus-Ukraine, als hunderttausende Ukrainer an einer Kreuzprozession teilnahmen. "Und vorher war es der Weg für hunderttausende ukrainische Gläubige, gemeinsam dafür zu beten, dass der Herrgott uns eine Orthodoxe Landeskirche schenkt", sagte er.

"Wenn man sich die Gesichter der Menschen anschaut, die damals an der Kreuzprozession teilgenommen haben. Sie alle waren erfüllt von Freude, Frieden und Gnade. Sie warten darauf, dass in der Ukraine eine Orthodoxe Landeskirche geschaffen wird, die ein Symbol für die Einigung des Landes, für Vereinigung, Frieden und Güte sein wird. All dies würde schließlich zur Vereinigung des orthodoxen Glaubens und des Ukrainischen Staates endlich beitragen", sagte der Präsident.

"Es ist äußerst wichtig, dass wir ein weiteres staatsbildendes Fundament haben: eine Orthodoxe Landeskirche", betonte Petro Poroschenko und dankte den Exarchen des Ökumenischen Patriarchats in der Ukraine für ihren großen persönlichen Beitrag zur Verleihung der Autokephalie an die Ukrainische Orthodoxe Kirche.

"Mit Ungeduld haben wir euch erwartet. Ich bin äußerst dankbar dafür, dass wir jetzt zusammen beten können, damit der Herrgott uns diese große Freude schenkt", fügte der Präsident hinzu und wünschte der Mission der Exarchen des Patriarchen in der Ukraine Erfolg.

Erzbischof Daniel von Pamphilon und der West-Eparchie der Ukrainischen Orthodoxen Kirche in den USA sagte, dass seit seinem letzten Besuch in der Ukraine fast ein Monat vergangen sei. "Dieses Mal sind wir mit einer außergewöhnlichen Mission in die Ukraine gekommen. Wir vertreten persönlich den Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios sowie zugleich den Heiligen Synod des Ökumenischen Patriarchats von Konstantinopel, um die Arbeit an einer bereits beschlossenen Sache - den Beginn der Verleihung der Autokephalie an die Ukrainische Orthodoxe Kirche - fortzusetzen. Wir sind auf der Geraden, die zur Ziellinie führt", betonte Erzbischof Daniel.

"Wir haben eine Menge zu tun", sagte er und fügte hinzu, dass man einigen Medienberichten nicht zustimmen könne, wonach die Ernennung von Exarchen die ukrainische Orthodoxie spalten werde. "Im Gegenteil. Wir sind gekommen, um noch mehr Schritte zu unternehmen, um die von allen ersehnte Vereinigung der Ukrainischen Orthodoxen Kirche zu bringen", unterstrich Erzbischof Daniel.

Er sagte, die Exarchen seien bereit für eine klare Zusammenarbeit mit der Ukrainischen Orthodoxen Kirche des Kiewer Patriarchats, aber auch für einen Dialog mit der Ukrainischen Orthodoxen Kirche, die sich im Schoße der Russischen Orthodoxen Kirche befindet, und auch mit der Ukrainischen Autokephalen Orthodoxen Kirche. "Wir haben keinerlei Bedenken, um uns mit Vertretern verschiedener religiöser Organisationen zu treffen und ihre Meinungen zu hören und konstruktiv mit ihnen zusammenzuarbeiten", sagte der Erzbischof von Pamphilon.

Der Bischof von Edmonton und der West-Eparchie der Ukrainischen Orthodoxen Kirche in Kanada, Ilarion, verlas einen Brief des Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios an den Präsidenten.

"Mit besonderer Freude und geistigem Elan möchten wir Sie informieren, dass im Rahmen des bereits eingeleiteten Verfahrens zur Verleihung des langersehnten und zutiefst gewünschten Autokephaliestatus für das christliebende ukrainische Volk der Heilige Synod auf seiner jüngsten Sitzung einstimmig beschlossen hat, Seine Eminenz Erzbischof Daniel von Pamphilon aus den USA und seine Exzellenz Bischof Ilarion von Edmonton aus Kanada, die beide in ihren jeweiligen Ländern den ukrainischen orthodoxen Gläubigen unter dem kanonischen Schutz und der geistlichen Obhut der Mutterkirche von Konstantinopel dienen, als Exarchen des Ökumenischen Patriarchats in der Ukraine zu ernennen", heißt es im Brief des Patriarchen Bartholomaios.

"Diese bedeutende historische Entscheidung des Erzthrons der Orthodoxie wird zweifelsohne der Verleihung der Autokephalie förderlich sein, für die wir beten und für die wir Tag und Nacht arbeiten. Mit dieser frohen Botschaft der Mutterkirche von Konstantinopel, dem Erzthron der Orthodoxie, grüßen wir Sie herzlich im Glauben an eine wunderbare Entwicklung, die wir gemeinsam mit Ihnen für das geistliche Gedeihen und die Unabhängigkeit der christliebenden und leidgeprüften Ukraine begonnen haben", heißt es in dem Brief.

Erzbischof Daniel von Pamphilon teilte außerdem mit, dass bereits mehrere Treffen mit verschiedenen Vertretern religiöser Organisationen anberaumt seien und dass sich die Exarchen in der Ukraine an die Arbeit machen würden.

Das Staatsoberhaupt dankte dem Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios für seinen Brief und betonte, dass er von den Worten Seiner Allheiligkeit beeindruckt sei: "Ich bitte darum, Seiner Allheiligkeit meine Worte und meine persönliche Dankbarkeit und die des gesamten ukrainischen orthodoxen Volkes zu übermitteln. Der Herrgott hört unsere Gebete."

Der Präsident betonte, dass die Kirche vom Staat und besonders von einem fremden Staat getrennt sein sollte. "Der Einfluss eines fremden Staates bringt uns heute noch mehr zur Überzeugung, dass unser Vorgehen richtig ist", betonte er.

"Ich wünsche Ihnen, Eure Eminenzen, von ganzem Herzen Ihrer äußerst wichtigen Mission Erfolg. Wir beten dafür, dass sie so schnell wie möglich zu einer entsprechenden Entscheidung führt. Und von unserer Seite werden wir alles tun, damit Sie mit allen religiösen Gemeinschaften sprechen können. Wir werden alles in unserer Macht stehende tun, um sicherzustellen, dass diese lang ersehnte Entscheidung getroffen wird", sagte Petro Poroschenko. Zudem kündigte er ein Antwortschreiben an den Ökumenischen Patriarchen an.

nach: www.president.gov.ua

>>> Erzbischof Daniel - Leitender Bischof der Ukrainischen Orthodoxen Eparchie von Westeuropa